Das
Bleichen von Zähnen (= bleaching) ermöglicht eine Aufhellung
der Zahnfarbe um ein bis zwei Stufen. Man unterscheidet verschiedene
Formen des Bleichens:
Homebleaching:
Patient bleicht selbst, mit Hilfe einer Schiene, meist über
Nacht. Anzuraten ist eine zahnärztliche Beratung und Kontrolle,
insbesondere Bestimmung der ursprünglichen Zahnfarbe
Bleaching
in der Praxis: zum Beispiel internes Bleichen von marktoten
Zähnen. Hier kommen höher konzentrierte Bleichmittel zum Einsatz.

Folgendes
sollte beachtet und diskutiert werden:
Vor
dem Bleichen sollte eine Überprüfung aller Zähne auf
Karies sowie die Ursache der Zahnverfärbung festgestellt werden.
Es kommen verschiedene Gründe in Betracht:
a) äußere
oberflächliche Verfärbung des Schmelzes wie Raucherbelag,
Farbpigmente (Kaffee, Kakao, Kräuter, Tee, eisenhaltiges Wasser
etc.)
b) interne Verfärbungen
des Schmelzes wie Schmelzdysplasien,
Mineralisations-Störungen etc. verursacht durch Medikamente
(insbesondere Antibiotika wie Tetrazykline)oder auch Karies
oder Stoffwechsel-Erkrankungen
c) Verfärbungen
des Dentins (Zahnbein) durch Karies, Amalgam oder marktote Zähne,
Medikamente, Stoffwechsel-Erkrankungen
d) Verfärbungen
von Kunststoff-Füllungen
Je nachdem welche Ursache festgestellt wurde, kann dann eine Behandlung
erfolgen:
a) Politur, home-bleaching,
Pulverstrahl (z.Bsp.prophy-jet), Raucher-Zahncremes, Ernährungs-Umstellung
b) Keramik-Verblendschalen,
Kunststoff-Keramik-Schicht im Klebe-Verfahren, Kariestherapie; in Einzelfällen
kann Bleichen eine Verbesserung bringen, wenn die Verfärbung nicht
zu tief liegt.
c) in diesem Fall
kann äußerliches Bleichen nur durch eine Eintrübung
des Schmelzes etwas bewirken (Zahn wird milchig weiß), was wiederum
nur durch starke Bleichmittel erreicht wird.
Besser ist auch hier die Behandlung der Ursache, d.h. Karies
entfernen, Amalgam entfernen, internes Bleichen
d) Kunststoff-Füllungen
austauschen
3. Bleichen greift vorübergehend die Schmelzoberfläche an,
hinterläßt in aller Regel aber keine bleibenden Schäden,
da die Oberfläche durch den Speichel wieder mineralisiert und glatt
wird. Voraussetzung ist allerdings eine zuckerarme Ernährung (einschließlich
Getränke) und eine gute Mundhygiene, damit kein saueres Milieu
(pH-Wert 5,5 und kleiner) entstehen kann, denn eine Remineralisierung
erfolgt nur im neutralen bis leicht alkalischen Milieu (pH-Wert 7,0
bis 7,4 )
4. Die Kosten des Bleichens trägt der Patient. Sie werden von keiner
Krankenkasse übernommen. Aber keine Angst: Es ist günstiger
als Sie denken!